Pinterest: Das wahrscheinlich größte Fotoalbum der Welt

Matt Crystal, bei dem sozialen Netzwerk Pinterest für das internationale Geschäft zuständig, gab im Mai bekannt, dass eine Eröffnung eines Pinterest-Büros in Berlin bevorsteht.

Nach eigenen Angaben ist Pinterest in den vergangenen 12 Monaten in Deutschland um 160 Prozent gewachsen. Weltweit hat das Netzwerk mehr als 57,4 Millionen monatliche aktive Nutzer. Eine Studie für den Deutschen Markt zählte im Februar 4,3 Millionen Visits auf Pinterest. Damit liegt Pinterest weiter hinter anderen Netzwerken wie Instagram, Tumblr oder auch Xing. Nichtsdestotrotz gehört das Unternehmen mit einem geschätzten Wert von 3,8 Milliarden Dollar zu den 10 wertvollsten digitalen Start-Ups in 2014.

Mit der Eröffnung des Büros in Berlin soll das Wachstum in Deutschland weiter voran getrieben und Kontakte zu Werbetreibenden geknüpft werden.

Doch welche Möglichkeiten bietet dieses stetig wachsende Foto-Netzwerk eigentlich? Und wie kann ich meine Marke am effizientesten auf Pinterest präsentieren?

Bei Pinterest geht es vor allem um einen praktischen bzw. um einen „haben-wollen“ Effekt. Die Grundstimmung ist immer positiv, es werden schöne Sache gepinnt, keine negativen. Darauf muss auch der Account eines Unternehmens ausgelegt sein – ob es nun ein Modelabel ist, dass seine neue Kollektion bei Pinterest vorstellt oder eine Baumarktkette die kleine Heimwerkertipps in Pins verpackt. Möglichkeiten gibt es viele, es muss beim Nutzer letztendlich nur den Reiz auslösen, gepinnt zu werden.

Um diese Reizschwelle so gering wie möglich zu halten, gibt es einige Grundregeln, die bei dem Aufsetzen eines Pinterest Accounts beachtet werden sollten:

Im Vorfeld muss natürlich geklärt werden, ob ein Account für die jeweilige Marke überhaupt Sinn macht und zur Kommunikationsstrategie passt. Sollte sich das Produkt oder die Marke allerdings in die von Pinterest vorgegeben Kategorien einordnen lassen und das Unternehmen auch genügend hochwertiges Bildmaterial zur Verfügung haben, steht einem erfolgreichen Pinterest Auftritt nichts mehr im Wege.

Das Firmenprofil muss leicht auffindbar sein und aufgrund des Wiedererkennungswertes auf jeden Fall den Vorgaben der CI folgen – nur so ist für den Nutzer leicht, die Marke zuzuordnen.  Dementsprechend sollte das Logo als Profilbild verwendet werden und die Beschreibung des Unternehmens möglichst prägnant sein.

Das Profil sollte klar strukturiert sein, es können verschiedene Pinnwände zu Themenschwerpunkten angelegt werden um eine „lose“ Pinsammlung zu vermeiden. Auch die Frequenz von Pins sollte konstant hoch (mind. 1x am Tag) gehalten werden, um dem Nutzer immer wieder neue Inhalte zu präsentieren und in der großen Fülle von Pins nicht unterzugehen.

Auf der Firmenwebseite sollte bestenfalls der Pin it-Button eingebaut werden um es Nutzern möglichst leicht zu machen, die gemochten Dinge zu pinnen. Desweiteren ist eine Verknüpfung auch mit anderen sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook von Vorteil um die Viralität von Pins noch zu verstärken.

Im Erfolgsfall wird der Pin eines Unternehmens inkl. Verlinkung zur Firmenwebseite oder noch besser zum Onlineshop tausendfach „repinned“ und ein viraler Effekt entsteht praktisch von selbst.

Ein tolles Beispiel für eine sehr erfolgreiche Pintereststrategie bietet der Amerikanische Heimwerkermarkt Lowe’s: Unter dem Themenschwerpunkt „Do it yourself“ zeigt das Unternehmen kleinere und größere Projekte zum Selbermachen – am erfolgreichsten mit über 200.000 Repins die „Bunte Fußmatte zum Selbermachen“.

doormatpin

 

Eine schöne Verknüpfung mit der 6-Sekunden Video-App Vine kommt ebenfalls von Lowe‘s – kleine Heimwerkertricks in sechssekündigen Videos genannt „Lowe’s fix in six“ werden ebenfalls fleißig weiter gepinnt:

fixinsix

 

Lowe’s zeigt mit über 3 Millionen Abonnenten der Pinnwände also wie man erfolgreich einen Pinterest-Auftritt nutzt. Firmen sollen nun allerdings noch mehr Möglichkeiten bekommen: Pinterest bietet bereits Beta-Tests zu „Sponsored Pins“ (analog sponsored Tweets etc.) für ausgewählte Kunden an. Es wird mit Sicherheit spannend sein zu sehen wie groß die Effekte von gesponsorten Pins sind und ob die Nutzer diese so gut aufnehmen wie native Pins. Im Allgemeinen wird es interessant sein zu beobachten , wie sehr bzw. schnell Pinterest in Deutschland wachsen wird und ob der Erfolg, den das Netzwerk in den USA bereits hat, auch hier erreicht wird. Für Werbetreibende ist Pinterest auf jeden Fall ein tolles Instrument Mehrwert für den Nutzer zu schaffen und so eine höhere Kundenbindung zu erreichen.

Quellen:

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/startups/article124793804/Pinterest-waechst-in-Deutschland-um-fast-160-Prozent.html

 

http://www.netzwelt.de/news/130161-pinterest-soziales-netzwerk-will-deutschland-wachsen.html

 

http://www.unternehmer.de/marketing-vertrieb/157658-pinterest-unternehmen-tipps-marketing-tool

 

http://datenonkel.com/wp-content/uploads/2012/05/pinterest_fuer_unternehmen_marketing_guide_v1.pdf

 

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