Digitale Trends 2014 – Ein Ausblick

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Digitale Veränderungen im Hard- und Software Bereich schreiten in den letzten Jahren gravierend voran. Produkte wie das iPhone legten den Grundstein für massentaugliche, smarte Elektronik. Google, Facebook und Amazon lieferten parallel die jeweiligen Plattformen, welche unser Leben weitestgehend ‚digitalisiert‘ haben.

Im letzten Jahr 2013 kamen Tablets und Smartphones endgültig auch bei der breiten Masse an und erschlossen sich für viele Firmen als neue Werbe- und Interaktionsmöglichkeit. Doch die zentrale digitale Thematik des Jahres 2013 kam weder aus dem Hard- noch dem Softwarebereich, sondern aus der Ethik. Die weltweit aufgekommene Diskussion um Datenschutz und –missbrauch, losgetreten vom ehemaligen Mitarbeiter der NSA Edward Snowdon, ist nach wie vor im vollen Gange. Daten, welche von uns im World Wide Web produziert und geteilt werden, sind nicht länger nur ein ‚digitaler Footprint‘. Sie sind detaillierte Persönlichkeiten und dementsprechend auch die harte Währung der Werbebranche. Daher soll unser Ausblick auch hiermit beginnen.

Big Data 2014

Während Politik und Gesellschaft noch weiter debattieren wie Datenschutz, bei gleichzeitig zu nehmender Digitalisierung, sinnvoll umgesetzt werden kann, ist interessenbezogene Werbung längst angekommen auf Facebook und Co. Die Möglichkeiten, der Kontext bezogenen Werbung, werden sich vorrausichtlich nur minimal weiterentwickeln. Es ist zu erwarten, dass Auswertung und Einsatz, der von Usern produzierten Daten, noch zielgenauer die Verbindung von Werbeanzeige und User herstellen.

Eine kürzlich veröffentliche Studie von Microsoft Advertising (Digital Trends 2014) prognostiziert, dass User ihren Wert, welche ihre privaten Informationen für Werbetreibenden haben, besser einzuschätzen lernen. Vorangetrieben wird dies vor allem durch Meinungsführer auf sozialen Netzwerken, dessen Beiträge oft hohes Gewicht und Glaubwürdigkeit für eine weite Zielgruppe darstellt. Eine Glaubwürdigkeit, die zudem ‚natürlicher‘ daher kommt, als eine Million schwere Image Kampagne eines Großkonzerns. Erste Beispiele lassen sich bereits auf Portalen wie Instagram und Pinterest ausmachen. Hier bieten populäre User gegen Bezahlung an, werblichen Content innerhalb ihres Social Streams zu platzieren. Dies oft in der gleichen Tonalität und Aufmachung wie eigene Beiträge, so dass Werbung nicht mehr als Werbung wahrgenommen wird / werden kann. Gerade Modemarken stellen so oft ihre Produkte innerhalb populärer Fashion-Blogs und Instagram-/Pinterest-Usern zur Schau.

Konnektivität und Interaktivität

Gegen Ende letzten Jahres brachte Motorola das Smartphone Moto G auf den Markt. Eins von vielen (Android) Smartphones, welche 2013 um die Gunst des Kunden stritten. Rein von der äußeren wie inneren Ausstattung fiel das Moto G allerdings deutlich hinter der Konkurrenz zurück, die standartmäßig nun auf Full-HD Bildschirme sowie schnellere Prozessoren setzt. Das Moto G soll trotzdem hier erwähnt werden, definiert es doch einen Trend der 2014 voraussichtlich weiter voranschreiten wird; Technik, welche Preise nach unten drückt. Mit nur 169 € Kaufpreis in der niedrigsten Speicher-Variante und ohne Vertrag ist das Moto G eines von vielen Smartphones, welche für die breite Masse erschwinglich ist. Im Preiskampf scheinen sich die Hersteller in regelmäßigen Abständen fleißig zu unterbieten. Firefox setzt mit einem eigens entwickelten Betriebssystem auf billige Smartphones, die unter anderem flächendeckend in dritte Welt Ländern zum Einsatz kommen sollen. Letztendlich hat das Betriebssystem Android wegen eben genanntem Preiskampf seine enorme Reichweite, vor den Konkurrenten Apple und Windows Phone, weiter gefestigt. Statistisch geht man davon aus, dass im Jahre 2013 über eine Milliarde Smartphones auf dem Planeten abgesetzt wurden. In den nächsten fünf Jahren wird sich diese Zahl voraussichtlich verdoppeln. Klares Ziel: Das Smartphone als ständiger Begleiter und persönlicher Assistent eines jeden Menschen auf dem Planeten. Folglich ist es beinahe undenkbar das Umfeld der User nicht mit dem Gerät zu verknüpfen. Ein Trend  auf den in 2014 viele Unternehmen setzen werden. Sogenannte ‚Smart Technology‘, von der Steuerung aller Geräte im Haushalt bis hin zu Geschäftsmodellen a la ‚Car Sharing‘, welche ohne Smartphone nicht funktionieren würden. Ob mobiles Internet, Bluetooth oder GPS; diverse Schnittstellen machen es Softwareherstellern immer einfach dem User zu folgen. Gut zu beobachten ist dies an der Software Google NOW, welche von Google standartmäßig auf allen Android Geräten vorinstalliert wird und bei Aktivierung dem User automatisch Informationen zu Verfügung stellt, basierend auf sein Surf-Verhalten, Standort usw. Jüngstes Beispiel des sogenannten ‚Internet of Things‘ ist der Zusammenschluss von Google und diversen Automobilherstellern (unter anderem Audio, General Motors und weitere) unter dem Label Open Automotive Alliance (kurz OOA). Die Partnerschaft zielt darauf ab, zukünftige Modelle technologisch noch tiefer sowie einfacher mit den mobilen (Android) Geräten des Users zu verknüpfen. So sollen neben Navigations-Software und Medien-Streaming auch Schnittstellen zu populären Apps dem Fahrer jene Informationen liefern, von welchen er sich ansonsten beim Fahren gerne ablenken lässt. Auch Apple ging solch eine Kooperation mit diversen Automobil-Herstellern vor einiger Zeit ein.

Ob sich letztendlich dadurch neue, werbliche Kanäle erschließen werden bleibt abzuwarten. Dies wird vor allem von der Ausrichtung der Firmen abhängen, welche die nötige Software liefern (Google, Apple, Microsoft uvm.). Rein von den technischen Möglichkeiten stellt es kein Problem dar, einen User audio-visuell rund um die Uhr mit digitalen Werbemöglichkeiten zu versorgen.

Geräte 2014

Vom 07. bis zum 10. Januar findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show 2014 (CES) statt, welche einen guten Ausblick darüber gibt, wohin sich Smartphones, Smart-TV´s, Ultrabooks usw. in diesem Jahr entwickeln werden.

So stellte Elektronik-Riese Samsung kürzlich (mal wieder) eine Reihe neuer Tablets vor, welche alle in 4 Megapixel Auflösung (2560 x 1600 Pixel) daher kommen. Überhaupt wird das Wettrennen um Pixeldichte weiter gehen. Über kurz oder lang wird 4k Auflösung, welche momentan nur Smart-TV´s der neuesten Generation vorbehalten ist, ihren Weg auch in die Displays der Smartphones und Tablets finden. Ob das menschliche Auge einen Unterschied noch wahrnehmen kann scheint bei den Herstellern dabei keine Rolle zu spielen.

Ob Google seine Augmented Reality Brille Google Glass für die Masse zum Verkauf stellen wird, ist dagegen noch offen. Etwas weiter hingegen sind die sogenannten ‚Smartwatches‘. Uhren, die wie ein elektronisch verlängerter Arm den User über die wichtigsten Updates informieren, oft in Verbindung zum passenden mobilen Gerät. Samsung legte hier bereits in 2013 seine Version vor. Apple folgt aller voraussichtlich in den nächsten Monaten.

Smart-TV Hersteller setzen, neben der bereits erwähnten Ultra-HD Auflösung ‚4K‘, auf gekrümmte Displays, welche das Sehvergnügen noch weiter verbessern sollen. Überraschend ist, dass auch viele Smartphone-Hersteller Geräte mit ‚curved Displays‘ auf den Markt werfen. Ob dies den kleinen Geräten nützt bleibt abzuwarten.

Zudem wird auch das Aussterben des klassischen Desktop-PC´s weiterhin seinen Lauf nehmen. Auf der CES preisen die großen Computer-Hersteller vor allem Laptops in den verschiedensten Varianten an. Ultrabooks (dünne und leichte Notebooks), Chromebooks (Laptops mit Cloud-basiertem Betriebssystem) ,Convertibles (Mischung aus Tablet und Notebooks) und sogar Laptops die über Dualboot verfügen (der User kann zwischen den Betriebssystemen Android und Windows 8.1 nahtlos hin und her wechseln). Eine Tendenz ist hier klar erkennbar: Gesucht wird weiterhin der Nachfolger des Desktop-PC´s.

Werbetreibende können also ein spannendes Jahr 2014 erwarten. Neue Kanäle werden sich öffnen, die Interaktion über technische Geräte hinaus mit der Umwelt und dem User verknüpfen. Andere Kanäle werden sich eventuell schließen oder sich in ihrem Auftreten ändern. So wird HTML 5 auch in diesem Jahr das Web und damit klassische Display Werbung weiter für sich einnehmen und adaptives Design vereinfachen. Aber vor allem wird es neue aufregende Formate und Konzepte geben über die Firmen mit ihren Kunden interagieren und kommunizieren können.

Wir, der PHD Think Tank, werden auch dieses Jahr wieder darüber berichten.

Quellen:

http://www.wuv.de/digital/microsoft_advertising_sagt_digital_trends_fuer_2014_voraus

http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-01/ces-auto-google-android

http://www.focus.de/digital/handy/handyvergleich/handy-test-motorola-moto-g-preisbrecher-in-der-smartphone-mittelklasse_id_3459095.html

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/12865/umfrage/prognose-zum-absatz-von-smartphones-weltweit/

http://t3n.de/news/marketing-digitalen-trends-fuer-520028/

http://stadt-bremerhaven.de/ces-2014-samsung-stellt-galaxy-notepro-12-2-und-galaxy-tabpro-12-2-offiziell-vor/

http://www.cesweb.org/

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