Sotschi, Superbowl und Co: Chancen für Werbetreibende

Die Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi  sind derzeit in vollem Gange. Abgesehen von sportlichen Leistungen  sind allerdings auch noch ganz andere Dinge interessant: Werbeeinbindungen, Sponsorings und der allgemeine Nutzen von solch einem Großevent für Werbetreibende.

In Deutschland hat die Bahn schon vor längerer Zeit eine Kampagne zur Bahncard „Gold“ gestartet, die allen Kartenbesitzern kostenlose Nutzung des gesamten Streckennetzes (ausgenommen sind Nahverkehrszüge) am Tag nach einem Goldmedaillengewinn der deutschen Mannschaft verspricht.  Zur Bewerbung wurden neben TV-Spots auch Print- und Plakatanzeigen genutzt.

Andere Kampagnen wiederum nutzen eher die virale Kraft. Guiness hat dazu eine bewegende Geschichte von US-amerikanischen Zwillingsschwestern, die Biatheleten sind, in einen Spot gepackt, der zwei Tage vor dem Olympia-Bann (zwischen dem 30. Januar und 26. Februar dürfen nur Olympia-Sponsoren mit Olympia-Athleten werben) auf YouTube veröffentlicht wurde – genügend Zeit um sich viral zu verbreiten.

Auch Volkswagen, offizieller Sponsor, nutzt Emotionen um die Kampagne „Friendship wins“ zu verbreiten. Hierfür produziert VW ein Videotagebuch, welches Sportler aus verschiedenen Ländern bei den Spielen begleitet – zusammen mit ihren besten Freunden. Im Fokus steht beispielsweise die russische Biathletin Olga Saizewa oder der deutsche Shorttracker Robert Seifert. Die Kampagne soll auch nach den Olympischen Spielen weitergeführt werden und auch paralympische Athleten zusammen mit ihren Freunden begleiten.

Eine weiterer wichtiger Kanal für viele Marken während der Spiele sind die sozialen Netzwerke. Insbesondere die großen Hauptsponsoren wie Coca-Cola oder McDonalds haben sogenannte „War-rooms“ in Sotschi eingerichtet, in denen ein Social Media Team vor Ort schnell auf Twitter- oder Facebookeinträge reagieren kann. Menschenrechtsverletzungen hatten im Vorfeld für viel Unmut gegenüber den Sponsoren gesorgt und gerade deswegen ist es für diese Marken wichtig auch neben den Kampagnen in sozialen Medien präsent zu sein. Doch nicht nur Krisenmanagement ist ein wichtiger Punkt auf Facebook, Twitter, etc. Das Team vor Ort muss bestens vorbereitet sein um bei besonderen Ereignissen, überraschenden Siegen oder anderen Momenten zeitnah interessanten Content zu produzieren.

Wie so etwas perfekt funktioniert hatte Oreo letztes Jahr beim großen Black Out während des Super Bowls in New Orleans eindrucksvoll bewiesen:

oreo

Der Tweet wurde innerhalb einer Stunde mehr als 10.000 mal geteilt und erreichte so sogar mehr Popularität als die eigentlich teuer kreierte Anzeige für den Super Bowl. Letztendlich wurde dieser einfache Tweet mit mehreren Awards (u.A. zwei Cannes Lions) ausgezeichnet. Oreo zeigt hiermit wie einfach man ein Großevent für gutes Marketing nutzen kann. Gute Ressourcenplanung, kreative Köpfe und schnelle Freigabeprozesse sind in solchen Momenten am wichtigsten.

Ob Olympia, der Super Bowl oder die Fußball-Weltmeisterschaft – Events dieser Größenordnung, die regelmäßig hohe Einschaltquoten im TV und viel Online-Berichterstattung und Social Buzz mit sich bringen sind eine perfekte Plattform für Werbetreibende. Im richtigen Moment eine Kampagne, egal ob groß oder klein zu aktivieren bietet Chancen, die ohne die Aufmerksamkeit der Veranstaltung, anderswo selten gegeben sind. Für Werbetreibende steht hier vor allem im Fokus im Vorfeld akribisch zu planen und währenddessen flexibel zu bleiben. Wir sind gespannt was die verbleibenden Tage in Sotschi und allen voran auch die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien im Sommer an interessanten Kampagnen mit sich bringen wird.

Sources:

http://mashable.com/2014/02/09/sochi-brands-war-rooms/

http://www.wuv.de/marketing/bahncard_gold_mit_olympia_bonus

http://www.wuv.de/kampagnen/kampagnen_news/volkswagen_beschwoert_die_kraft_der_freundschaft_in_sotschi

http://www.marketmenot.com/guinness-tracy-and-lanny-barnes-commercial/

http://www.huffingtonpost.com/2013/02/04/oreos-super-bowl-tweet-dunk-dark_n_2615333.html

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